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Veröffentlicht am 5. August 2026 · Rainer Müller Gebäudereinigung GmbH

„Was kostet das denn ungefähr?“ – diese Frage steht am Anfang fast jedes Gesprächs mit einem neuen Bürokunden. Viele Anbieter antworten mit „auf Anfrage“. Wir legen stattdessen unsere Rechenlogik offen: Preis pro Quadratmeter, drei durchgerechnete Beispiele aus Dortmund und ein Turnus-Vergleich, mit dem Sie Ihr eigenes Büro einordnen können.

Die Kurzfassung

Ein Büro mit 200 m², einmal pro Woche gereinigt, kostet bei uns in Dortmund ab 400 € netto pro Monat. Als Faustformel für die wöchentliche Unterhaltsreinigung können Sie mit rund 2 € netto pro Quadratmeter und Monat rechnen. Pro einzelnem Reinigungstermin entspricht das etwa 0,40 bis 0,70 € pro Quadratmeter – kleine Flächen liegen am oberen, große am unteren Ende dieser Spanne.

Warum kleine Büros pro Quadratmeter teurer sind

Anfahrt, Geräte aufbauen, Wasser holen, Material verräumen – dieser feste Aufwand fällt bei 60 m² genauso an wie bei 600 m². Er verteilt sich nur auf sehr unterschiedlich viele Quadratmeter. Deshalb arbeiten wir bei kleinen Flächen mit einem Mindestansatz pro Termin. Praktisch heißt das: Unter etwa 100 m² liegt der Monatspreis bei wöchentlicher Reinigung selten unter 250 € netto, auch wenn die Faustformel rechnerisch weniger ergibt.

Drei Rechenbeispiele aus der Praxis

Beispiel 1 – kleine Kanzlei, 90 m², einmal wöchentlich: zwei Büroräume, Empfang, Teeküche, ein Sanitärbereich. Rund 58 € netto pro Reinigungstermin, bei durchschnittlich 4,3 Terminen im Monat also ab 250 € netto pro Monat.

Beispiel 2 – klassisches Büro, 200 m², einmal wöchentlich: acht bis zehn Arbeitsplätze, Besprechungsraum, Küche, zwei Sanitärbereiche. Rund 92 € netto pro Termin, macht ab 400 € netto pro Monat. Das ist unser häufigster Auftragstyp im gewerblichen Bereich.

Beispiel 3 – Bürogebäude, 350 m², zweimal wöchentlich: mehrere Mieteinheiten, Empfangsbereich mit Publikumsverkehr, vier Sanitärbereiche. Rund 147 € netto pro Termin bei etwa 8,7 Terminen im Monat, also ab 1.250 € netto pro Monat.

Alle Werte verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und als Orientierung, nicht als verbindliches Angebot.

Was der Turnus ausmacht

Häufigere Reinigung kostet mehr – aber nicht proportional. Bei täglicher Reinigung fällt pro Termin weniger Schmutz an, der einzelne Durchgang geht schneller. Am Beispiel eines Büros mit 200 m²:

Welcher Turnus der richtige ist, hängt weniger von der Fläche ab als vom Publikumsverkehr. Ein Planungsbüro ohne Kundenkontakt kommt mit einmal wöchentlich gut aus. Eine Praxis, eine Kanzlei mit Mandantenverkehr oder ein Empfangsbereich brauchen mindestens zwei bis drei Termine, allein wegen der Sanitärbereiche.

Was den Preis bestimmt

1. Fläche und Zuschnitt. Eine offene Bürofläche lässt sich schneller reinigen als dieselbe Quadratmeterzahl in acht Einzelbüros mit Schwellen, Türen und Möblierung.

2. Sanitäranteil. Der am häufigsten unterschätzte Faktor. Sanitärbereiche brauchen pro Quadratmeter ein Vielfaches der Zeit einer Bürofläche. Zwei zusätzliche WC-Anlagen verändern den Preis stärker als 50 m² mehr Büro.

3. Bodenbelag. Teppich wird gesaugt und geht schnell, Hartbeläge werden gewischt. Empfindliche Beläge wie Naturstein, geöltes Parkett oder Designbeläge brauchen abgestimmte Pflegemittel und mehr Sorgfalt.

4. Zeitfenster. Reinigung während der üblichen Arbeitszeit ist am günstigsten. Frühe Morgenstunden vor 6 Uhr, Abende nach 20 Uhr oder Wochenenden bedeuten Zuschläge, weil dafür Personal gesondert eingeplant werden muss.

5. Ausstattung und Zusatzleistungen. Teeküche mit Spülmaschine, Konferenzraum mit Glaselementen, Innenglasreinigung, Verbrauchsmaterial, Pflanzenpflege – alles, was mitgereinigt werden soll, gehört ins Leistungsverzeichnis. Wir legen jedem Angebot eines bei, damit vergleichbar bleibt, was tatsächlich enthalten ist.

Was im Preis enthalten ist

In unserer Büro-Unterhaltsreinigung sind enthalten: Böden saugen und feucht wischen, Schreibtisch- und Ablageflächen abwischen (freie Flächen, keine Unterlagen), Papierkörbe leeren und Abfall entsorgen, Sanitärbereiche komplett reinigen und desinfizieren, Türgriffe und Lichtschalter, Küchenzeile und Spüle, Spiegel und Glastüren im Eingangsbereich. Reinigungsmittel, Geräte und Maschinen stellen wir. Alle Mitarbeitenden sind bei uns fest angestellt – wir arbeiten ohne Subunternehmer.

Nicht enthalten und separat kalkuliert werden: Glasreinigung der Fenster von außen, Grundreinigung und Bodensanierung, Teppich-Tiefenreinigung sowie Hygiene-Verbrauchsmaterial, sofern wir es beschaffen sollen.

Steuerlich: für Unternehmen voll abziehbar

Reinigungskosten sind für Betriebe in voller Höhe Betriebsausgabe. Bei Vorsteuerabzugsberechtigung kommt die ausgewiesene Umsatzsteuer zurück. Ein Monatspreis von 400 € netto belastet das Ergebnis nach Steuern deshalb spürbar weniger als der Rechnungsbetrag vermuten lässt. Wichtig zur Abgrenzung: Der oft zitierte Steuerbonus nach § 35a EStG für haushaltsnahe Dienstleistungen gilt ausschließlich für Privathaushalte, nicht für betriebliche Aufträge. Diese Hinweise sind allgemeiner Natur und ersetzen keine steuerliche Beratung.

Woran Sie ein unrealistisches Angebot erkennen

Im Gebäudereiniger-Handwerk gilt seit dem 1. Januar 2026 ein allgemeinverbindlicher Tariflohn von 15,00 € pro Stunde in der Innenreinigung; in der Glas- und Fassadenreinigung sind es 18,40 €. Rechnet man Lohnnebenkosten hinzu – Arbeitgeberanteile, Urlaub, Lohnfortzahlung, Feiertage – liegen die reinen Personalkosten bei rund 25 € pro Stunde, bevor Material, Fahrzeuge, Verwaltung und Vertretung im Krankheitsfall überhaupt eingerechnet sind.

Rechnen Sie ein Angebot einmal auf die Stunde zurück. Wenn dabei ein Betrag herauskommt, der diese Untergrenze unterschreitet, gibt es dafür nur wenige Erklärungen: Weitergabe an Subunternehmer, zu knapp angesetzte Reinigungszeiten oder ein Leistungsverzeichnis, in dem Sanitär und Nebenflächen fehlen. Der Preis stimmt dann im ersten Monat – die Qualität selten im sechsten.

Ebenfalls ein Warnsignal: ein Festpreis am Telefon ohne Besichtigung. Wir nennen den verbindlichen Preis erst nach einem kostenlosen Vor-Ort-Termin, den wir innerhalb von 3 Werktagen anbieten. Das schriftliche Angebot mit vollständigem Leistungsverzeichnis und festem Monatspreis folgt innerhalb von 48 Stunden.

Häufige Fragen zu den Kosten

Gibt es eine Mindestlaufzeit? Nein. Wir arbeiten mit unbefristeten Verträgen ohne Jahresbindung, kündbar mit einem Monat zum Quartalsende.

Wird der Preis jährlich erhöht? Preisanpassungen erfolgen nur, wenn der allgemeinverbindliche Tariflohn steigt, und werden vorher angekündigt und begründet.

Was passiert bei Krankheit der Reinigungskraft? Wir stellen Vertretung aus dem eigenen Team – mit über 70 fest angestellten Mitarbeitenden ist das planbar. Der Termin fällt nicht aus, es entstehen keine Zusatzkosten.

Reinigen Sie auch außerhalb Dortmunds? Ja, im gesamten Einzugsgebiet – Bochum, Castrop-Rauxel, Lünen, Unna, Schwerte, Witten, Kamen, Waltrop und Herdecke. Innerhalb Dortmunds gibt es keinen Aufschlag für Randlagen.

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